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FRIEDENSDEKLARATION

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Friedensdeklaration

 

Liebe Freunde, heute vor 72 Jahren, am 6. August um 8 Uhr 15, wurde im Himmel über Hiroshima das „absolut Böse“ freigesetzt. Führen wir uns doch einmal vor Augen, welche Szenen sich unterhalb der aufsteigenden, pilzförmigen Wolke abspielten. PIKA!“ - ein gleisender Blitz zuckt auf, gebündelt mit grausamer Radioaktivität und Hitzestrahlung. Und „DON“ - ein die Erde erschütterndes Krachen ertönt, begleitet von einer Druckwelle. Nachdem sich die Dunkelheit gelichtet hat, fällt unser Blick auf unzählige, überall herumliegende Leichen, schwarz verkohlt; so sehr, dass man nicht mal mehr zwischen Mann oder Frau unterscheiden kann. Dazwischen bahnen sich Menschen mit versengten Haaren und völlig schwarzen Gesichtern ihren Weg. Sie sind fast nackt, ihre Körper so sehr verbrannt, dass die Haut sich abschält und herunterhängt. Auf der Suche nach Wasser stolpern sie zwischen den sich ausbreitenden Flammen umher. Der Fluss vor uns ist auch voller Leichen und an den Ufern drängen sich halbnackte Menschen mit Brandwunden so sehr zusammen, dass kein Fußbreit Platz mehr frei ist. Das ist doch wahrhaftig die Hölle auf Erden! Das „absolut Böse“ - die Atombombe - hat aber nicht nur unzähligen unschuldigen Menschen unter der Pilzwolke einen grausamen Tod gebracht, sondern auch die Überlebenden mit tiefen Wunden an Körper und Geist zurückgelassen, seien es die Folgen der radioaktiven Strahlung oder sei es die unablässige Sorge um die eigene Gesundheit. Es folgten soziale Ausgrenzung und Vorurteile und dies zerbrach das Leben derjenigen Menschen, die nur um Haaresbreite mit dem Leben davongekommen waren.

 

Eine derartige Hölle ist aber keinesfalls nur ein Ereignis der Vergangenheit. Solange Kernwaffen existieren, solange Staatsmänner ihren Einsatz in Erwägung ziehen, kann sich dieses Szenario jederzeit wiederholen. Und diesmal könnte dieses grausame Schicksal auch Euch ereilen.

 

Aus diesem Grund bitte ich Euch, die Stimmen der „Hibakusha“ - Überlebende der Atombombenabwürfe - zu erhören. Ein damals 15-jähriger Überlebender erzählt: „Der Gedanke an meine Freunde und Bekannten, die in diesem Höllenszenario ums Leben kamen, ist selbst jetzt für mich kaum auszuhalten.“ Und er appelliert an uns alle: „Mit einem Gefühl der Dankbarkeit dafür, dass wir alle am Leben sind, und voller Zuneigung, Liebe und Respekt auf seine Mitmenschen zuzugehen - ist das nicht der allererste Schritt auf dem Weg zu einem Weltfrieden?“

 

Eine andere Überlebende, damals 17 Jahre alt, fordert: „Um die Welt vor dem Untergang zu bewahren, müssen die Anführer der Atommächte das Konzept der nuklearen Abschreckung aufgeben. Sie müssen alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um den nachfolgenden Generationen unsere unersetzliche Erde zu erhalten und dafür so schnell wie möglich die Atom- und Wasserstoffbomben vernichten.“

 

Aus diesen Erfahrungen der Hibakusha entspringtein Appell an das „Gewissen“ und eine Forderung an die Staatsmänner zu einem „aufrichtigen Handeln“. Sollten wir, liebe Freunde, nicht diesem Aufruf folgen, ihn hinaus in die Welt tragen und ihn auch an die nächste Generation weitergeben?

 

Und die Politiker rufe ich dazu auf - auch bei voneinander abweichenden Standpunkten - diese gegenseitig anzuerkennen und „aufrichtig“ daran zu arbeiten, diese Punkte zu überwinden. Dafür ist es notwendig, das Bewusstsein zu stärken, dass Atomwaffen inhuman sind. Und diese Staatsmänner müssen sich bewusst machen, dass sie nicht ausschließlich auf ihr eigenes Land schauen und die anderen Länder ignorieren können, sondern dass es ihre Pflicht ist, eine Welt zu schaffen, in der alle gemeinsam leben können.

 

Die Zivilgesellschaft hat bereits zur Genüge erkannt, dass Kernwaffen rein gar nichts zur Sicherheit des eigenen Landes beitragen können, sie ist sich dagegen der Gefährlichkeit der Kontrolle über atomares Material bewusst. Eine einzige Bombe hat heutzutage eine vieltausendfache Sprengkraft im Vergleich zu vor 72 Jahren. Würden Atomwaffen heute eingesetzt, so würden nicht nur die Menschen im Land des Gegners, sondern die Menschheit auf der ganzen Welt - das eigene Land eingeschlossen - dadurch in die Hölle geworfen. Eine solche Entscheidung darf die Menschheit auf keinen Fall akzeptieren. Ich möchte daher die Behauptung aufstellen, dass der Besitz solcher Kernwaffen nichts anderes bedeutet, als riesige Summen an Geld dafür auszugeben, die gesamte Menschheit aufs Spiel zu setzen.

 

Gegenwärtig besuchen jährlich mehr als 1,7 Millionen Menschen aus der ganzen Welt den Friedenspark. Ich hoffe, dass sich auch zukünftig möglichst viele Menschen hier vor Ort über den Abwurf der Bombe informieren und die Zeugenberichte der Hibakusha anhören. So werden sie erfahren, was sich unter der Pilzwolke abgespielt hat und meine Hoffnung ist, dass sie den innigen Wunsch der überlebenden Hibakusha nach Abschaffung aller Atomwaffen aufgreifen und einen Ring der „Anteilnahme“ in alle Welt hinaustragen und vergrößern werden. Insbesondere an die Jugend knüpfe ich die Erwartung, dass sie Hiroshima besuchen und als Botschafter für eine Welt ohne Atomwaffen diesen Ring der Freundschaft stärken mögen. Hiroshima wird auch in Zukunft der Ort bleiben, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um sich für diese Ziele einzusetzen.

 

Der Organisation „Bürgermeister für den Frieden“, bei der Hiroshima den Vorsitz übernimmt, gehören weltweit mehr als 7.400 Städte an. Wir arbeiten im Rahmen der Zivilgesellschaft daran, ein Umfeld zu schaffen, damit Politiker auf der ganzen Welt „gewissenhaft“ und „aufrichtig“ sich dafür einsetzen, den Rahmen ihres eigenen Staates zu überschreiten und auf die Abschaffung von Atomwaffen hinarbeiten.

 

Im Juli dieses Jahres wurde bei den Vereinten Nationen ein Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen angenommen. 122 Länder hatten sich dafür ausgesprochen, auch wenn die Nuklearmächte und andere Länder, die von deren Atomschirm profitieren, sich nicht beteiligten. Aber damit wurde ein deutliches Signal zur Abschaffung der Nuklearwaffen gesetzt. Durch diese Entwicklung ist die Regierung eines jeden Landes dazu angehalten, sich verstärkt für eine „Welt ohne Atomwaffen“ einzusetzen.

 

In der japanischen Verfassung ist der Pazifismus ist mit klaren Worten verankert: „Wir, das japanische Volk, schwören bei der Ehre unserer Nation, dass wir mit all unseren Kräften um die Erfüllung dieser hohen Ideale und Ziele bemüht sein werden.“ Daher erwarten wir insbesondere von der japanischen Regierung, dass sie sich ernsthaft darum bemüht, diesen Pazifismus in reale Politik umzusetzen, den Abschluss des Vertrages zum Verbot aller Atomwaffen voranbringt, und dass sie eine Brücke zwischen den Atommächten und den Nicht-Atommächten schlägt. Darüber hinaus fordern wir mit Nachdruck, dass sie sich den Opfern der Bombe, darunter an erster Stelle den durchschnittlich über 81-jährigen Hibakusha, aber auch den vielen anderen, die aufgrund radioaktiver Strahlung körperlich und seelisch leiden, zuwendet, dass sie die Unterstützung für sie ausbaut und die „vom Schwarzen Regen betroffenen Gebiete“ ausweitet.

 

Wir gedenken von ganzem Herzen der Opfer der Atombombe und wollen ihren Seelen Trost spenden. Und mit Entschlossenheit geloben wir , uns mit aller Kraft zusammen mit den Menschen auf der ganzen Welt für die Abschaffung des „absolut Bösen“, den Atomwaffen, einzusetzen und für einen dauerhaften weltweiten Frieden zu streben.                                                                                                             

 

6. August 2017

 Matsui Kazumi

Bürgermeister der Stadt Hiroshima

Übersetzung: Inter Group Corp.

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