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FRIEDENSDEKLARATION

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Friedensdeklaration

 

6. August 1945, 8 Uhr 15 morgens. Eine „absolut böse“ Kraft, die die Menschheit bis dahin nicht gekannt hatte, wurde auf Hiroshima losgelassen, zerriss den strahlend blauen Himmel und löschte die Stadt in einem einzigen Augenblick mit einem Feuersturm aus. Unschuldige Menschen, von Kindern bis Greisen, wurden ermordet und darunter befanden sich auch Koreaner, Chinesen, Südostasiaten und amerikanische Kriegsgefangene. Bis zum Ende des Jahres waren 140.000 Tote zu beklagen.

 

Diejenigen, die dem Tod entrinnen konnten, litten unter den Spätfolgen der Radioaktivität und wurden am Arbeitsplatz oder als Heiratspartner diskriminiert. Ihre tiefen körperlichen und seelischen Wunden sind bis heute nicht verheilt. Aus dieser völlig zerstörten Stadt erwuchs Hiroshima erneut zu einer blühenden Stadt des Friedens. Aber der vertraute Anblick der Flussufer, das gewohnte Leben und unsere über Jahrhunderte gewachsenen Traditionen, die an jenem Tag durch das „absolut Böse“ ausradiert wurden, kehren nicht wieder zurück.

 

Ein Mann, damals 17 Jahre alt, erinnert sich: „Die Straßen waren durch schwarz verkohlte Leichen blockiert, ein unheimlicher Geruch stach in meine Nase. Soweit man schaute, wütete ein Flammenmeer. Hiroshima war die Hölle auf Erden.“ Und eine Frau, die 18 Jahre alt war, erzählt: „Ich war blutüberströmt. Bei den Menschen um mich herum hatte sich die Haut vom Rücken abgelöst und hing bis zu den Füßen herunter; sie schrien, weinten und flehten um Wasser.“

 

Seitdem sind 71 Jahre vergangen, aber noch immer existieren auf der Welt mehr als 15.000 Atomsprengköpfe. Jeder einzelne viel stärker als die Bombe, die die Tragödie über Hiroshima brachte, und gemeinsam zerstörerisch genug, um unseren ganzen Planeten zu auszulöschen. Es sind viele Vorfälle oder Unfälle bekannt geworden, die uns an den Rand eines Atomkrieges oder einer atomaren Explosion brachten und die Angst vor einem Einsatz durch Terroristen kommt hinzu.

 

Der Mann, der von der Hölle auf Erden berichtete, appelliert: „Wir müssen uns gegenseitig unterstützen, damit die Menschen dieser Erde von nun an glücklich, in Frieden und in Respekt vor der Schöpfung leben können.“ Und die Frau, die damals blutüberströmt war, fordert uns auf: „Um dem uns geschenkten Leben gerecht zu werden, müssen wir und die folgenden Generationen lautstark gegen Atomwaffen Stellung nehmen.“ In Anbetracht der Geschichte müssen wir ihre Appelle erhören und unsere Aktivitäten intensivieren. Vereint im Respekt gegenüber vielfältigen Wertanschauungen wollen wir unsere Anstrengungen verstärken, um eine Welt zu gestalten, in der die Menschen „gemeinsam leben“ können.

 

Im Mai dieses Jahres hat Präsident Obama als erster amtierender Präsident des Landes, das die Atombombe abgeworfen hat, Hiroshima besucht. Er rief dazu auf, dass „die Länder, die Atomwaffen besitzen, einschließlich der USA, sich von der Logik der Abschreckung abwenden und den Mut finden, nach einer Welt ohne Kernwaffen zu streben.“ Dies entspricht der innigen Bitte der Hibakusha, dass „keine weiteren Menschen auf dieser Erde diese fürchterlichen Erfahrung machen dürfen“, und Obama zeigte den Menschen in den USA und auf der ganzen Welt, dass er dem zustimmt und sich mit „Leidenschaft“ für die Abschaffung der existierenden Atomwaffen einsetzt. Dies belegt, dass die Forderung der Stadt Hiroshima, das „absolut Böse“ nicht zu akzeptieren, auch Präsident Obama erreicht hat.

 

Ist es nicht gerade jetzt an der Zeit, einen Weg zu finden, diese an Unmenschlichkeit nicht zu übertreffende „absolut böse“ Kraft aus dieser Welt zu verbannen und „gemeinschaftlich“ und mit „Leidenschaft“ der Maxime der Stadt Hiroshima zu folgen und aktiv zu werden? Zum allerersten Mal sind in diesem Jahr die Außenminister der G7-Staaten in Hiroshima zusammengekommen. Sie richteten, ungeachtet der Differenzen zwischen Atomwaffenstaaten und Nicht-Atomwaffenstaaten, einen Appell an die Mächtigen dieser Welt, Hiroshima und Nagasaki zu besuchen. Und sie veröffentlichten eine Erklärung, in der sie die rasche Inkraftsetzung des Vertrags für ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen und die verpflichtende Aufnahme von Verhandlungen zur atomaren Abrüstung auf Basis des Atomwaffensperrvertrags forderten. Dies war ein wichtiger Schritt zur Entstehung einer „Gemeinschaft“.

 

Wir müssen erreichen, dass Politiker mit „Leidenschaft“ daran gehen, diese „Gemeinschaft“ weiter zu stärken und durch Vertrauen und Dialog den Rahmen für ein Sicherheitssystem aufbauen. Aus diesem Grund möchte ich die Mächtigen aller Länder noch einmal auffordern, die von Atombomben verwüsteten Städte zu besuchen. Ich bin überzeugt, dass ein solcher Besuch - wie auch bei Präsident Obama geschehen - unzweifelhaft dazu führt, dass sich die Konsequenzen eines Atomwaffeneinsatzes im Herzen der Besucher festsetzen. Schmerz und Leiden der Hibakusha wird für die Besucher fühlbar und all dies wird dazu führen, dass die Besucher ihre Entschlossenheit bekunden.

 

Das Durchschnittsalter der Überlebenden der Atombombe liegt mittlerweile bei über 80 Jahren; die verbleibende Zeit, in der sie selbst von ihren Erlebnissen berichten können, wird immer kürzer. Mit Blick auf die Zukunft ist daher die Hilfe der jungen Generation unerlässlich, um die Gefühle und Erinnerungen der Hibakusha weiterzugeben und zu verbreiten. Die Organisation „Bürgermeister für den Frieden“, der mehr als 7000 Städte aus aller Welt angehören, fördert den Jugendaustausch sowohl in allen Weltregionen mit Hilfe von mehr als 20 Vorreiter-Städten wie auch im globalen Maßstab, wobei Hiroshima und Nagasaki im Mittelpunkt stehen. Wir wollen jungen Menschen dabei helfen, sich in ihrem Einsatz für die Abschaffung von Atomwaffen zusammenzufinden und konkrete Aktionen für dieses Ziel zu unternehmen.

 

Hier, an diesem Ort in Hiroshima, hat Premierminister Abe seinen Willen zum Ausdruck gebracht, „entschlossen eine Welt ohne Atomwaffen verwirklichen zu wollen.“ Ich erwarte von ihm, dass er zusammen mit Präsident Obama sein politisches Gewicht für dieses Ziel einsetzt. Eine Welt ohne Atomwaffen würde dem hehren Ziel des Pazifismus entsprechen, der in der japanischen Verfassung festgeschrieben ist, und um dieses Ziel zu verwirklichen ist ein gesetzlicher Rahmen für ein Verbot von Atomwaffen unerlässlich. Darüber hinaus fordere ich mit Nachdruck, dass die japanische Regierung die „vom Schwarzen Regen betroffenen Gebiete“ ausweitet und ihre Unterstützung für die Opfer ausbaut, darunter in erster Linie die durchschnittlich über 80-jährigen Überlebenden der Atombombenabwürfe, aber auch die vielen anderen, die aufgrund radioaktiver Strahlung körperlich und seelisch leiden.

 

Heute wollen wir von ganzem Herzen den Opfern der Atombombe gedenken und ihren Seelen Trost spenden. Und wir geloben mit erneuter Entschlossenheit, im Bündnis mit Nagasaki und zusammen mit den Menschen auf der ganzen Welt uns mit aller Kraft für die Abschaffung der Atomwaffen und für einen dauerhaften weltweiten Frieden einzusetzen.

 

6. August 2016

               Matsui Kazumi

Bürgermeister der Stadt Hiroshima

Übersetzung: Inter Group Corp.

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